Einfach, einfach, einfach.
Mittwoch, August 11, 2010 at 12:47 AM Es ist der 5. Dezember 2009. Pete Cashmore, der 24 Jahre alte Gründer und CEO von Mashable, eine vielbesuchte Nachrichtenseite zum Thema Social Media, schreibt in seiner CNN Kolumne über die Top 10 Webtrends in 2010. "Content Curation" ist einer dieser Trends. Der umtriebige Schweizer Cloud und Salesforce Experte Andreas von Gunten beschreibt Curation als Tätigkeit bei der "aus dem breiten, reissenden Informationsfluss diejenigen Häppchen herausgefischt, aufbereitet und zusammengefasst werden, die für die jeweilige Zielgruppe interessant sind".
Im Prinzip geht es um das Re-Packaging von Inhalten. Darum, einer Leserschaft Zeit einzusparen, indem viele Quellen und Aussagen vereinfacht und anschaulich präsentiert werden.
Curation ist eines dieser Hype-Wörter um die sich die Internetgemeinde wieder genüsslich streiten kann, ein Wort mit dem Interesse bei Kunden geweckt werden kann und ein Wort das man im Gespräch so zufällig erwähnt um zu zeigen, dass man vorn dabei ist.
Für mich stellt Curation den Trend zur Vereinfachung und Verkürzung von Inhalten dar. Apple ist ein Meister in diesem Prozess des "Weglassens". Die Nutzer sehnen sich nach Vereinfachung, das ist auch klar in der Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook zu sehen: nur die allerwenigsten machen sich die Mühe ihre Freunde in Gruppen einzuteilen, wobei es hier ganz klare Vorteile bei der Sicherung der eigenen Privacy geben würde.
Ein anderes Beispiel ist die iPad Applikation Flipboard, ein "Social Media Aggregator" der für den Leser relevante Inhalte schön und knapp zusammenfasst und die Inhalte aus dem persönlichen Twitter-Stream und anderen Netzwerken zieht.
Wie bereits Albert Einstein sagte: "Everything should be made as simple as possible, but no simpler". Das ist eine der größten Herausforderungen für Entwickler von Applikationen, Webseiten und anderen digitalen Medienprodukten.
Thomas Mur | Comments Off | 