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Donnerstag
Mrz112010

Das Facebook Gebot

Marc Benioff, der Gründer von Salesforce und erklärter "Software-as-a-Service"-Prediger spricht in zwei Techcrunch Artikeln darüber, warum nicht jede Software wie Facebook funktionieren kann. Die beiden Artikel kann man hier und hier nachlesen.

In seinen Posts spricht er vom Ende von Lotus Notes und Microsoft Sharepoint als unternehmensinterne Kollaborations-Software. Das ist natürlich starker Tobak. Aber der Mann der 1999 vom "Ende der Desktop-Software" sprach und den damals einige belächelt haben, kann nicht so unrecht haben, denn innerhalb von 10 Jahren hat er den Jahresumsatz von Salesforce auf immerhin 1,2 Milliarden US-Dollar getrieben.

1999 stellte er sich die Frage warum nicht jede Software wie Amazon sein kann. 10 Jahre später schielt er nun auf Facebook. Aber er redet nicht nur davon, er baut sein Produkt auch in diese Richtung aus. Mit Salesforce Chatter ist er vor einigen Monaten in das Segment der unternehmensinternen "Social Networks" eingestiegen und hat mit dem Produkt schon viele Fans in kleinen und mittleren Unternehmen. 

Nach der zahlenorientierten Software kommt nun also endlich auch die Komponente Mensch dazu.

Die Bewegung unternehmensinterne Social Networks aufzubauen hat im letzten Jahr starken Zuwachs gefunden, vor allem auch durch die Anstrengungen die Microsoft mit Sharepoint gemacht hat. Doch diese Entwicklung wird zu stark von den IT-Abteilungen dominiert, die Kommunikationsabteilungen lassen sich viel zu stark von den IT-Abteilungen eingrenzen. 

Immer mehr Mitarbeiter stellen sich genau die Frage, die sich Marc Benioff gestellt hat: warum kann unser Intranet nicht so funktionieren wie Facebook? Die IT-Abteilung sagt dann, ja klar, das können wir. Das Ergebnis enttäuscht die User dann jedoch meistens. Warum?

Der Weg der gegangen wird, ist falsch. Es wird über Features geredet, statt über Ziele. Das Ziel jedes Unternehmens müsste es heute sein mit den Tools die heute zur Verfügung stehen die Version 1.0 eines unternehmensinternen sozialen Betriebssystems zu schaffen. Einem Betriebssystem das sowohl die eigene Unternehmenskultur, als auch die individuellen Kommunikationsbedürfnisse und die wirtschaftlichen Ziele des jeweiligen Unternehmens umfasst. Erst wenn diese Punkte abgehakt sind, sollte man sich auf den Weg zur IT-Abteilung machen. Am Ende werden dann alle zufriedener sein. Der CEO, weil seine Ergebnisse besser werden. Die Mitarbeiter, weil sie ihr Facebook haben. Die IT-Abteilungen, weil sie ein Produkt zur Verfügung stellen, das auch tatsächlich genutzt wird.

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Dezember 22, 2011 | Unregistered CommenterTory Burch

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