Communities und Reputation
Montag, Oktober 19, 2009 at 4:20 PM Nike Running macht es vor: wer sich in die Community von Nike+ einschreibt und regelmäßig seine Läufe über das Nike Sportband oder die iPod-Schnittstelle hochlädt, steigt in der Community-Hierarchie langsam nach oben. Wer insgesamt schon mehr als 50 km gelaufen ist, steigt von der gelben in die orange Ebene auf und wird frenetisch bejubelt. Die dritte Ebene ist schon schwieriger zu erreichen, dafür muss man schon 250 km laufen. Für die höchste Ebene - schwarz - müssen über 5.000 km zurückgelegt werden.
Das einfache Reputationssystem von Nike fördert die Motivation. Die Philosophie die dahinter steckt ist sehr logisch und durchdacht. Immer mehr Communities und Websites bauen ein Reputationssystem ein, um die User zu binden und zu motivieren. Ebay war in diesem Umfeld einer der Pioniere: Verkäufer die durch gute Bewertungen von Käufern ausgezeichnet wurden, konnten durch diese hohe Reputation ihre Verkäufe steigern. Mittlerweile gibt es unendlich viele Beispiele wie ein Reputationssystem für eine Community umgesetzt werden kann. Man kann ein Punktesystem einsetzen, ein "Level"-System wie Nike+, oder man kann die User motivieren indem man bei der Erreichung eines gewissen Ziels virtuelle Trophäen verleiht.
Wichtig ist, dass man sich über das Ziel klar ist: soll das Reputationssystem den Wettbewerb unter den Mitgliedern steigern? Soll das System dazu genutzt werden die Qualität der Beiträge zu steigern? Sollen durch das System Inhalte besser gefiltert werden?
Reputationssysteme enthalten viele Chancen eine Community zu beleben. Sie bergen aber auch Gefahren, weil sich nicht jeder in einem stark wettbewerbsorientierten Umfeld wohlfühlt. Die Herausforderung liegt darin, den goldenen Mittelweg für die jeweilige Community zu finden, denn: das Reputationssystem sollte auf alle Fälle zur Kultur der Community passen.
Thomas Mur |
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